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Seltenes norddeutsches bronzenes Lavabo (doppelflutiges Wassergefäß) – ca. 1400
Seltenes norddeutsches bronzenes Lavabo (doppelflutiges Wassergefäß) – ca. 1400
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Herkunft: Norddeutschland / Hanseraum (Lübeck / Magdeburg)
Datierung: Ca. 1380 – 1420 (Spätgotik / Frührenaissance)
Material: Gegossene Bronze / Messing, geschmiedetes Eisen
Höhe: Ca. 11 cm (Korpus) / 13 cm inklusive Henkeln
Beschreibung
Ein museumswürdiges und seltenes bronzenes Lavabo (doppelfache Wasserkanne) aus dem späten 14. oder frühen 15. Jahrhundert, das Norddeutschland (Hanseraum) zugeschrieben wird.
Diese Kanne wurde nach dem authentischen Wachsausschmelzverfahren (cire perdue) schwer gegossen. Das Objekt verfügt über einen charakteristischen, mehrfach geschwungenen, bauchigen Behälter, der über eine scharfe Einschnürung in einen weit ausgestellten Kragen mit zwei aufrecht stehenden, dreieckigen Henkeln übergeht. An beiden Seiten befinden sich zwei kunstvolle, nach oben gebogene Gussausgüsse mit stilisierten zoomorphen Köpfen.
Das Lavabo ist mit einem robusten, handwerklich gedrehten Henkel aus geschmiedetem Eisen versehen, der mit gedrehten Aufhängungsösen ausgestattet ist. An der Seite befindet sich ein authentischer geschmiedeter Ring, an dem die Kanne über ein Becken gekippt werden konnte.
Die Bronze hat im Laufe der Jahrhunderte eine wunderschöne, warme und dunkle Patina entwickelt, mit leichten Spuren alter Gussarbeiten an der Innenseite. Vergleichbare Exemplare aus dem Hanseraum sind in der Fachliteratur über mittelalterliche Kleinplastik und frühe Bronzegusskunst gut dokumentiert.
Zustand
In ausgezeichnetem, authentischem Zustand mit einer wunderschönen Alterspatina. Keine Restaurierungen an der Bronze. Der geschmiedete Henkel befindet sich in einem sehr guten, stabilen Zustand mit einer charakteristischen Oberflächenrostpatina, die perfekt zum mittelalterlichen Charakter des Stücks passt.
Spezifikationen & Details
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Typ: Doppelfaches Lavabo / Gusskanne
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Stil: Spätgotisch
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Literaturverweis: Vergleichbare Typologie mit Herkunft aus Hansestädten (Norddeutschland, ca. 1400) dokumentiert in Standardwerken zur frühen Bronzegusskunst.
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Besonderheiten: Vollständig originaler Korpus mit zwei hohlen Gussausgüssen und handwerklich geschmiedetem Eisenhenkel.
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