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Seltenes französisches polychromes Fayence-Doppelsalzgefäß aus dem 18. Jahrhundert mit silbernen Deckeln – Rouen / Sinceny, ca. 1730–1750
Seltenes französisches polychromes Fayence-Doppelsalzgefäß aus dem 18. Jahrhundert mit silbernen Deckeln – Rouen / Sinceny, ca. 1730–1750
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Ein museales und außergewöhnlich vollständig erhaltenes doppeltes Tischgefäß (salière double à anse centrale) aus dem französischen Ancien Régime. Dieser Typ diente auf der gedeckten Tafel des wohlhabenden Bürgertums und des Adels dazu, kostbare Würzmittel getrennt zu reichen, insbesondere Salz und Senf.
Das Ensemble besteht aus zwei miteinander verbundenen zylindrischen Schälchen, die durch einen quer angeordneten Bogenhenkel verbunden sind. Das Stück ist von Hand in einer raffinierten polychromen Grand-Feu-Palette (Kobaltblau, Eisenrot, Grün und Gelb) bemalt. Der Rand zeigt das für Rouen und Sinceny typische Lambrequin-Motiv mit grünem Flechtwerk (treillage vert) und stilisierten floralen Motiven im Régence-/Chinoiserie-Stil. Der Henkel ist traditionell mit blauen Querlinien akzentuiert.
Außergewöhnlich ist das Vorhandensein der beiden originalen, handgetriebenen Silberdeckel mit profilierter Knaufbekrönung. Solche Deckel wurden damals häufig bei einem örtlichen Silberschmied in Auftrag gegeben und angepasst, um das kostbare Tafelsalz trocken zu halten. Fast immer sind diese Deckel im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen; ein vollständig erhaltenes Ensemble wie dieses ist auf dem Markt eine Seltenheit.
Spezifikationen
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Herkunft: Frankreich (Rouen oder Sinceny)
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Datierung: Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts (ca. 1730–1750, Régence / Louis XV)
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Material: Fayence mit Zinnglasur (faïence) & handgetriebenes Silber
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Funktion: Doppeltes Salzfass / Senf- und Gewürzgefäß (salière double)
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Maße: ca. [Länge] × [Breite] × [Höhe mit Deckel] cm
Zustand
In sehr schönem, authentischem antikem Zustand. Entlang der Innen- und Oberkanten der Schälchen befindet sich die für weiche Zinnglasur charakteristische Randbestossung (égrenures), verursacht durch den jahrhundertelangen Kontakt mit den Metallrändern der Deckel. Die Keramik ist strukturell vollständig intakt, ohne Risse, Haarrisse oder spätere Restaurierungen. Der unglasierte Standring zeigt den authentischen Terrakottascherben des 18. Jahrhunderts. Die Silberdeckel passen und befinden sich in ausgezeichnetem Zustand.
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