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Monumentales Ensemble aus drei frühen japanischen Imari-Prunktellern (44–47 cm) – Edo-Zeit (ca. 1690–1720)
Monumentales Ensemble aus drei frühen japanischen Imari-Prunktellern (44–47 cm) – Edo-Zeit (ca. 1690–1720)
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Herkunft: Landgut Huis Landfort, Megchelen (Sammlung Dr. Luyken)
Kurzbeschreibung
Ein museales und historisches Ensemble aus drei monumentalen Imari-Porzellantellern von außergewöhnlichem Format (Durchmesser von sage und schreibe 44, 45 und 47 cm), gefertigt in Arita während der späten Genroku- / frühen Edo-Zeit (ca. 1690–1720). Dieses Trio weist eine lückenlose, dokumentierte Provenienz aus dem historischen Inventar des Kutschenhauses des Gelderländer Landguts Huis Landfort (Megchelen) auf.
Beschreibung der Teller
Dieses seltene Ensemble zeigt die Meisterschaft der japanischen Porzellanmaler des 18. Jahrhunderts in der klassischen Imari-Palette: Unterglasur-Kobaltblau, kombiniert mit Eisenrot und verfeinert durch aufglasuriges Blattgold (kinrande).
1. Teller mit „Bijin“ (japanischen Schönheiten auf der Terrasse) – ca. 45 cm
Ein äußerst seltenes figürliches Exemplar. Das zentrale Medaillon zeigt blühende Päonien, eingefasst von einer tiefblau-goldenen Bordüre. Die Fahne ist in sechs ausdrucksstarke Felder unterteilt:
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Drei Kartuschen mit Bijin: Elegante Damen in traditionellen Gewändern, auf einer hölzernen Veranda sitzend, mit Blick auf eine stilisierte Berg- und Wasserlandschaft.
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Drei fächerförmige Bildfelder: Mit blühenden Zweigen der Japanischen Pflaume vor einem Hintergrund aus geometrischen Textil- und Brokatmustern (shippo) verziert.
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Die Goldmalerei auf den Gewändern und dem Rautenmuster ist außergewöhnlich gut erhalten.
2. Gelappter Teller mit Kranichen (Tsuru) – ca. 47 cm
Das größte Stück des Ensembles, mit elegant geschweiftem und geripptem Rand (fluted rim).
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Das Zentrum zeigt eine reich gefüllte Zier-Vase auf einer Balustrade, umgeben von Päonien und Chrysanthemen.
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Der gewölbte Rand enthält zwei große Kartuschen mit Kranichen am Flussufer zwischen wogenden Wasserpflanzen – in der japanischen Ikonografie ein Symbol für ein langes und erfolgreiches Leben.
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Flankiert von üppigen Chrysanthemenbouquets unter wolkenförmigen Lambrequins in Tiefblau und Gold.
3. Teller mit Phönixen (Hō-ō) auf Vorder- und Rückseite – ca. 44 cm
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Vorderseite: Zentral eine Vase mit Päonien in einem geometrischen blau-weißen Ring, umgeben von einem dichten, fein gemalten Teppich blühender Zweige der Japanischen Pflaume in Eisenrot und Gold. Drei große Kartuschen zeigen dynamische Phönixe auf einem rot-weißen Brokatgrund.
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Rückseite (besonders bemerkenswert): Im Gegensatz zu den üblichen floralen Ranken ist die Fahne auf der Unterseite mit vier flott gemalten Phönixen in kräftigem Unterglasurblau verziert.
Brenntechnik & Authentizität
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Stützspuren (Spur marks): Alle drei Teller weisen am unglasierten Standring und am Boden die charakteristischen Stützspuren auf (die Tonstützen, die notwendig waren, um diese riesigen Schalen während des Hochbrands im Ofen zu stützen).
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Glasur & Scherben: Dicke, leicht bläulich-grünlich getönte Feldspatglasur mit typischer Eisenoxidation („Orangenhaut“) entlang der Standringe.
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Keine späteren Reproduktionen aus dem 19. Jahrhundert, sondern originales frühes Exportporzellan aus der Blütezeit des VOC-Handels mit Dejima.
Vollständige Provenienz
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Landgut Huis Landfort (Megchelen): Historisches Inventar des Kutschenhauses, Sammlung der Familie Dr. Johann Albert Luyken (1785–1867) und Nachkommen (bewohnt 1823–1970).
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Versteigerung des Inventars des Kutschenhauses Huis Landfort: Versteigert am 12. Januar 2013, Katalog-/Losnummer 2591 (Original-Auktionsaufkleber noch an den Standringen vorhanden).
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Sammlung J.W. Strik: 2013 bei der Versteigerung des Inventars erworben.
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Sammlung Monasso: Direkt von J.W. Strik erworben.
Spezifikationen
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Herkunft: Japan (Arita / Imari)
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Zeitraum: Edo-Zeit, ca. 1690–1720 (frühes 18. Jahrhundert)
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Material: Hartporzellan, unterglasurblaue Bemalung, eisenrote Emailfarben und Gold (Kinrande)
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Maße:
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Teller „Bijin“: Durchmesser ca. 45 cm
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Teller „Kraniche“ (gelappt): Durchmesser ca. 47 cm
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Teller „Phönixe“: Durchmesser ca. 44 cm
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Zustand: Hervorragender antiker Zustand angesichts eines Alters von über 300 Jahren. Farben leuchtend und frisch, minimaler, altersgemäßer Abrieb der Aufglasurvergoldung. Keine Risse oder Haarrisse; Standringe und Glasur intakt, mit originalen Brennspuren.
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